Die Diskussion um Elektromobilität ist lauter denn je – und mit ihr wächst bei vielen Autofahrerinnen und Autofahrern der Gedanke, beim nächsten Fahrzeugkauf auf einen Stromer umzusteigen. Was in der öffentlichen Debatte allerdings oft zu kurz kommt: Ein Elektroauto ist nur so gut wie die Möglichkeit, es auch zu laden. Und genau hier beginnt für einen erheblichen Teil der deutschen Haushalte das eigentliche Problem. Wer zur Miete wohnt, keinen eigenen Stellplatz hat oder in einer Eigentümergemeinschaft auf eine Entscheidung wartet, steht schnell vor einer ernüchternden Realität: Ladestation ja – aber eben nicht bei mir zuhause.

Dieser Artikel ist kein Plädoyer gegen Elektroautos. Er zeigt eine ehrliche Alternative für alle, die sich mit einem E-Auto beschäftigen, aber ohne eigene Lademöglichkeit dastehen: den Dacia Bigster mit LPG-Antrieb. Denn dieser braucht schlicht keine Ladeinfrastruktur zuhause – und tankt stattdessen an einer der rund 6.000 Autogas-Zapfsäulen in Deutschland.

Das unterschätzte Kaufhindernis: keine Lademöglichkeit zuhause

In Deutschland gibt es rund 21 Millionen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit zusammen etwa 8,9 Millionen zugehörigen Stellplätzen. Nach Einschätzung des Gesamtverbands der deutschen Wohnungswirtschaft sind davon weniger als zehn Prozent mit einer Wallbox oder einem Ladepunkt ausgestattet. Anders ausgedrückt: Die überwiegende Mehrheit der deutschen Mietwohnungen mit Stellplatz hat aktuell keine Lademöglichkeit für ein Elektroauto.1

Das öffentliche Ladenetz ist zwar spürbar gewachsen – die Bundesnetzagentur zählte zuletzt rund 209.600 öffentliche Ladepunkte in Deutschland (Stand Juli 2026) –, aber „vorhanden“ bedeutet nicht automatisch „bequem“. Wer nach Feierabend erst eine freie Ladesäule suchen, sich in eine App einloggen und dann eine Ladepause einplanen muss, erlebt einen anderen Alltag als jemand mit eigener Wallbox in der Garage.2

Warum „dann installiere ich halt eine Wallbox“ oft nicht so einfach ist

Seit Dezember 2020 haben Mieterinnen und Mieter grundsätzlich das Recht, auf eigene Kosten eine Ladestation am gemieteten Stellplatz zu installieren, und Vermieterinnen und Vermieter dürfen dies nur in Ausnahmefällen ablehnen. In der Praxis bleibt der Weg dorthin trotzdem oft mühsam: Zustimmung von Vermieterin oder Vermieter beziehungsweise der Eigentümergemeinschaft einholen, Kosten für Installation und Starkstromanschluss selbst tragen, und in vielen älteren Tiefgaragen fehlt schlicht die technische Grundlage für ausreichend Anschlussleistung. Umfragen unter frisch gebackenen E-Auto-Besitzerinnen und -Besitzern zeigen, dass mehr als die Hälfte von ihnen mit genau diesen organisatorischen Hürden innerhalb der Hausgemeinschaft zu kämpfen hatte.3

Das Recht auf eine Wallbox ist also da – bis zur fertig installierten Ladestation können trotzdem Monate vergehen.

Der Bigster-Ansatz: einfach kein Ladepunkt nötig

Genau an dieser Stelle setzt der Dacia Bigster mit dem mild hybrid-G 140-Antrieb an. Das Prinzip ist bewusst simpel: Der Motor läuft wahlweise mit Benzin oder mit Autogas (LPG) und verfügt dafür über zwei separate 50-Liter-Tanks (Frontantrieb-Variante). Wer den Bigster kauft, muss weder Vermieterin oder Vermieter um Erlaubnis bitten noch auf eine Elektrofachkraft warten oder sich mit Lastmanagement und Smart Metern beschäftigen. Getankt wird an der Zapfsäule, in wenigen Minuten.

Dacia Bigster mild hybrid-G 140: Gesamtverbrauch kombiniert (l/100 km): 7,1 (5,8); CO2-Emission kombiniert (g/km): 116 (132); CO2-Klasse: D (D).

Der Vorteil zeigt sich besonders bei der Reichweite: Mit vollem Benzin- und LPG-Tank kommt der mild hybrid-G 140 auf bis zu 1.500 Kilometer*. Das liegt deutlich über dem, was die meisten Elektroautos der Mittelklasse selbst unter optimalen Bedingungen real erreichen, und macht auch spontane Langstrecken oder Urlaubsfahrten ohne jede Ladeplanung möglich.4

Wie dicht ist das LPG-Tankstellennetz wirklich?

Ein häufiger Einwand gegen Autogas lautet: „Wo tanke ich das überhaupt?“ Die Antwort fällt entspannter aus, als viele erwarten. In Deutschland gibt es aktuell rund 6.000 Autogas-Tankstellen – das ist etwa jede zweite reguläre Tankstelle. Das Netz ist über Jahrzehnte gewachsen und deckt sowohl Ballungsräume als auch weite Teile des ländlichen Raums ab.5

Wer mit dem Bigster unterwegs ist, kann sich also ganz normal an gängigen Tankstellen-Apps orientieren, ohne sich vorher Gedanken über Ladezeiten, Steckertypen oder die Verfügbarkeit einer bestimmten Ladesäule machen zu müssen.

Was kostet das in der Praxis?

Auch beim Preis pro Kilometer schneidet die LPG-Variante überzeugend ab. Der Literpreis für Autogas lag im Sommer 2026 je nach Region und Anbieter bei rund 1,00 bis 1,20 Euro – ein Wert, der wie bei allen Kraftstoffen schwankt. Aber selbst auf diesem Preisniveau bleibt LPG spürbar günstiger als Benzin, unter anderem weil Autogas nach wie vor niedriger besteuert wird als klassische Kraftstoffe.

Im ADAC Autokosten-Check 2026 belegte der Dacia Bigster mit 42,1 Cent Gesamtkosten pro Kilometer den ersten Platz in seiner Klasse – mit 18,4 Cent Vorsprung vor dem Zweitplatzierten im Mittelklasse-Segment. Hochgerechnet auf eine Fahrleistung von 20.000 Kilometern pro Jahr über fünf Jahre ergibt sich daraus ein Kostenvorteil im niedrigen fünfstelligen Bereich gegenüber dem Segment-Durchschnitt.6

Der Bigster im Alltag: Platz und Ausstattung

Der Bigster ist das größte Dacia-Modell und bietet in der Basisversion mild hybrid 140 (Frontantrieb, ohne Autogastank) 667 Liter Kofferraumvolumen (VDA-Norm, Rücksitzlehne aufrecht). Bei der LPG-Variante mild hybrid-G 140 reduziert sich dieser Wert durch den zusätzlichen Gastank. Fünf Sitzplätze, Easy-Fold-Funktion und ein modularer Kofferraumboden runden das Platzangebot ab.

Der Bigster mit LPG-Antrieb (mild hybrid-G 140) ist in der Basisausstattung Essential mit 23.990 Euro UVP zzgl. Überführung sogar rund 300 Euro günstiger als die baugleiche reine Benzinversion mild hybrid 140 (24.290 Euro UVP zzgl. Überführung, Essential) – wer sich für Autogas entscheidet, zahlt beim Bigster also keinen Aufpreis, sondern spart schon beim Kaufpreis.

Dacia Bigster mild hybrid 140: Gesamtverbrauch kombiniert (l/100 km): 5,5; CO2-Emission kombiniert (g/km): 124; CO2-Klasse: D.
Dacia Bigster mild hybrid-G 140: Gesamtverbrauch kombiniert (l/100 km): 7,1 (5,8); CO2-Emission kombiniert (g/km): 116 (132); CO2-Klasse: D (D).

Für wen dieses Argument besonders schwer wiegt

  • Mieterinnen und Mieter ohne eigenen Stellplatz oder in Eigentümergemeinschaften, die eine Wallbox-Installation noch nicht genehmigt haben
  • Vielfahrerinnen und Vielfahrer sowie Pendlerinnen und Pendler mit mehr als 15.000 Kilometern im Jahr, für die jeder Cent Ersparnis pro Kilometer besonders ins Gewicht fällt
  • Bewohnerinnen und Bewohner ländlicher Regionen, in denen die öffentliche Ladeinfrastruktur noch dünner gesät ist als in Großstädten
  • Alle, die spontane Langstrecken oder Urlaubsfahrten ohne Ladepause planen möchten

Ehrliche Einordnung: Wann ist ein Elektroauto trotzdem die bessere Wahl?

Fairness gehört zu einer guten Kaufentscheidung dazu. Wer eine eigene Wallbox besitzt oder problemlos installieren kann, überwiegend kurze Strecken im Stadtverkehr fährt und Ladezeiten gut in den Alltag integrieren kann, profitiert in vielen Situationen tatsächlich stärker von einem Elektroauto – etwa bei den Kosten pro Kilometer im reinen Stromverbrauch oder bei lokalen Emissionen. Der Bigster tritt nicht an, um diese Vorteile kleinzureden. Er ist die rationale Antwort für alle, bei denen genau diese Voraussetzungen – eigene Wallbox, planbare kurze Strecken – fehlen.

Häufige Fragen (FAQ)

Brauche ich für den Dacia Bigster eine Wallbox oder einen Stromanschluss?

Nein. Der Bigster mit mild hybrid-G 140-Antrieb fährt mit Benzin und Autogas (LPG) und wird ganz normal an der Tankstelle betankt. Eine Wallbox, ein Antrag bei Vermieterin oder Vermieter oder ein Smart Meter sind nicht nötig.

Wie viele Autogas-Tankstellen gibt es in Deutschland?

Rund 6.000 – damit ist LPG an etwa jeder zweiten regulären Tankstelle verfügbar, sowohl in Ballungsräumen als auch im ländlichen Raum.5

Ist ein Elektroauto ohne eigene Lademöglichkeit zuhause überhaupt sinnvoll?

Es kommt auf die Lebenssituation an. Bei kurzen, planbaren Strecken und guter öffentlicher Ladeinfrastruktur in der Nähe kann es funktionieren. Ohne eigenen Stellplatz oder bei häufigen Langstrecken wird der Alltag mit einem E-Auto jedoch aufwendiger – hier punktet der Bigster mit seiner Unabhängigkeit vom Laden.

Wie weit komme ich mit dem Dacia Bigster mild hybrid-G 140, ohne nachzutanken?

Mit vollem Benzin- und LPG-Tank sind bis zu 1.500 Kilometer möglich (Herstellerangabe, kombinierter Verbrauch, WLTP).4

Was kostet der Dacia Bigster im Vergleich zu einem Elektroauto oder einem typischen Benziner der Klasse?

Im ADAC Autokosten-Check 2026 erreichte der Bigster mit 42,1 Cent pro Kilometer den besten Wert seiner Klasse – 18,4 Cent vor dem Zweitplatzierten im Mittelklasse-Segment.

Für wen lohnt sich der Bigster mit LPG-Antrieb besonders?

Vor allem für Mieterinnen und Mieter ohne eigenen Stellplatz, für Vielfahrerinnen und Vielfahrer sowie Pendlerinnen und Pendler mit hoher Jahresfahrleistung und für alle, die spontane Langstrecken ohne Ladeplanung fahren möchten.

Fazit: Die entspanntere Alternative für alle ohne eigene Ladestation

Wer sich für ein E-Auto interessiert, aber weder Wallbox noch eigenen Stellplatz hat, muss nicht zwangsläufig auf Elektromobilität warten oder Kompromisse beim Alltag eingehen. Der Dacia Bigster mit LPG-Antrieb bietet eine Lösung, die schon heute funktioniert: kein Antrag bei Vermieterin oder Vermieter, kein Installationsaufwand, kein Smart Meter – einfach an einer der rund 6.000 Autogas-Tankstellen in Deutschland tanken, so wie man es gewohnt ist. In Kombination mit einer Reichweite von bis zu 1.500 Kilometern und dem besten Ergebnis seiner Klasse im ADAC Autokosten-Check 2026 ist er damit eine der stressfreiesten Antworten auf die Frage: Wie fahre ich günstig, ohne mich um Ladeinfrastruktur kümmern zu müssen?

Wer wissen möchte, ob im eigenen Fall eher Hybrid/LPG oder doch ein Elektroauto die bessere Wahl ist, findet in unserem Entscheidungshilfe-Artikel Hybrid vs. Elektro eine ausführliche Gegenüberstellung. Und wer direkt nachrechnen möchte, was der Bigster im Vergleich zur Mittelklasse-Konkurrenz tatsächlich spart, wird im ADAC-Kostenartikel fündig.

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* Angabe basiert auf WLTP-Verbrauchswerten. Faktoren wie Fahrweise, Geschwindigkeit, Topografie, Zuladung, Außentemperatur und Nutzungsgrad elektrischer Verbraucher haben Einfluss auf die tatsächliche Reichweite. Die meisten Faktoren können vom Fahrer oder von der Fahrerin beeinflusst werden und sollten zugunsten maximaler Reichweite stets berücksichtigt werden.

1 Quelle: Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur / Gesamtverband der deutschen Wohnungswirtschaft (GdW), zitiert nach: Die Wohnungswirtschaft Bayern, 11.03.2026 – https://www.vdwbayern.de/2026/03/11/ohne-ladeinfrastruktur-keine-mobilitaetswende-im-mehrfamilienhaus/
2 Quelle: Bundesnetzagentur, Ladesäulenregister / E-Mobilität – https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/E-Mobilitaet/start.html
3 Quelle: ADAC, Umfrage „Wallbox im Mehrfamilienhaus weiterhin selten und schwierig“ – https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/laden/laden-mehrfamilienhaus-umfrage/
4 Quelle: Dacia Deutschland, technische Datenblätter Bigster – https://www.dacia.de/hybrid-und-elektromodelle/bigster-suv/merkmale-vergleichen.html
5 Quelle: Deutscher Verband Flüssiggas e.V. (DVFG), „Mobilität mit Autogas“ – https://www.dvfg.de/mobilitat-mit-autogas/
6 Quelle: ADAC Autokosten-Check 2026 – https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/autokatalog/marken-modelle/dacia/bigster/1generation/338082/

(Stand 9/2026, Irrtümer vorbehalten)

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