Für die meisten Elektroauto-Fahrer/-innen mit Lademöglichkeit zu Hause beginnt der Ladevorgang mit einem einzigen Handgriff nach Feierabend: Kabel raus, Stecker rein, fertig. Über Nacht füllt sich der Akku an der eigenen Steckdose oder Wallbox, während im Haus längst Ruhe eingekehrt ist – am nächsten Morgen ist wieder genug Reichweite für den Arbeitsweg da, ohne Tankstopp und ohne Warteschlange. Genau in diesem unspektakulären Moment entsteht der größte Teil der Ersparnis: Laden zu Hause kostet im Schnitt rund 4,51 Euro pro 100 Kilometer, die teuerste Variante – Schnellladen an der Autobahn – bis zu 13,30 Euro. Öffentliches Laden ohne Abo liegt dazwischen.

Wie stark der Ladeort den Preis beeinflusst, zeigt sich am besten, wenn man sich die Rechnung dahinter anschaut – und ein Praxisbeispiel dazu nimmt. Die genannten Preise dienen dabei der Orientierung; Tarife ändern sich laufend, die tatsächlichen Kosten können abweichen.

Wie berechnet man die Ladekosten pro 100 km?

Die Formel dahinter ist denkbar einfach: Verbrauch in Kilowattstunden je 100 Kilometer, multipliziert mit dem Preis pro Kilowattstunde. Der Verbrauch hängt vom Fahrzeug ab, der Preis vom Ladeort – auf beide Werte lohnt sich daher ein genauerer Blick.

Wie viel kWh verbraucht ein Elektroauto pro 100 km?

Nicht jedes Elektroauto verbraucht gleich viel Strom, genauso wenig wie jeder Verbrenner gleich viel Benzin schluckt. Motorleistung, Fahrzeuggewicht, Fahrstil und äußere Bedingungen wie Kälte oder Klimaanlagennutzung machen hier den Unterschied. In der Praxis liegen die meisten aktuellen Elektroautos, quer durch alle Karosserieformen und Einsatzbereiche, zwischen 15 und 20 kWh je 100 Kilometer. Für die folgenden Beispielrechnungen setzen wir 17,5 kWh/100 km als Mittelwert an. Ein besonders leichtes Modell wie der Dacia Spring liegt mit rund 12,4 bis 12,7 kWh deutlich darunter – und genau dieser Gewichtsvorteil erklärt später einen guten Teil der Ersparnis.

Dacia Spring electric 70: Stromverbrauch kombiniert (kWh/100 km): 12,7; CO2-Emission kombiniert (g/km): 0; CO2-Klasse: A.
Dacia Spring electric 100: Stromverbrauch kombiniert (kWh/100 km): 12,4; CO2-Emission kombiniert (g/km): 0; CO2-Klasse: A.

Was kostet eine Kilowattstunde Strom?

Der Preis pro kWh unterscheidet sich stark je nach Ladeort:

  • Zu Hause (Haus oder Wohnung): 25,79 Cent/kWh im günstigsten Neukundentarif (Stand 22.07.2026, Quelle: StromAuskunft.de) bzw. 31,19 Cent/kWh im Schnitt für Bestandskunden (Stand 07.07.2026, Quelle: Finanztip)1
  • Öffentliche Ladesäule ohne Abo (außerhalb der Autobahn): Der ADAC schreibt, unter rund 50 Cent pro kWh bekommen E-Auto-Fahrer/-innen unterwegs selten Energie (Quelle: adac.de) – wir rechnen im Folgenden mit 50 Cent/kWh als Orientierungswert2
  • Schnellladen an der Autobahn: 72 bis 76 Cent/kWh, Beispiel Ionity Ad-hoc-Tarif seit der Preisumstellung zum 01.07.2026, standortabhängig (Quelle: AUTO BILD)3

Wer einen eigenen Stromvertrag mit Nacht- oder dynamischem Tarif hat, kann beim Laden zu Hause zusätzlich sparen – ein Vorteil, den man an der öffentlichen Ladesäule schlicht nicht hat.

Was kostet es, 100 km mit einem Elektroauto zu fahren?

Rechnet man die genannten Strompreise mit dem angenommenen Verbrauch von 17,5 kWh/100 km durch, ergibt sich ein klares Bild:

  • Zu Hause, günstiger Tarif: ca. 4,51 €/100 km
  • Zu Hause, Standardtarif: ca. 5,46 €/100 km
  • Öffentliche Ladesäule ohne Abo: ca. 8,75 €/100 km
  • Schnellladen an der Autobahn: ca. 12,60 bis 13,30 €/100 km

Der Unterschied zwischen der günstigsten und der teuersten Variante liegt beim Dreifachen – ein guter Grund, den eigenen Ladealltag bewusst zu planen, statt sich nur an der nächstgelegenen Säule zu orientieren.

Wie schneidet das im Vergleich zum Benziner ab?

Ein Blick auf die Zapfsäule macht den Unterschied greifbar. Bei einem Super-E10-Preis von 2,083 €/Liter (ADAC-Bundesdurchschnitt, Stand 17.07.2026) und einem angenommenen Verbrauch von 5,4 Litern kostet ein vergleichbarer Kleinwagen mit Benzinmotor etwa 11,25 €/100 km. Laden zu Hause ist damit rund zwei- bis 2,5-mal günstiger als Tanken. An der öffentlichen Ladesäule bleibt mit rund 8,75 €/100 km noch ein spürbarer, aber deutlich kleinerer Vorteil von etwa 30 Prozent. Beim Autobahn-Schnellladen kippt das Bild: Mit 12,60 bis 13,30 €/100 km ist Laden an der Ionity-Säule bei durchschnittlichem Verbrauch inzwischen teurer als Tanken. Das ist eine Zahl, die man beim Blick auf reine Elektroauto-Werbeversprechen selten liest, aber ehrlich dazugehört – und die sich seit der Ionity-Preisumstellung zum 1. Juli 2026 noch einmal verschärft hat.

Praxisbeispiel: Was kostet das Laden des Dacia Spring?

Zurück zum Feierabend-Szenario vom Anfang: Wer einen Dacia Spring an die Steckdose hängt, profitiert von dessen geringem Gewicht. Mit 12,7 kWh/100 km (electric 70) beziehungsweise 12,4 kWh/100 km (electric 100) liegt der Spring deutlich unter dem Elektroauto-Durchschnitt – und das wirkt sich direkt auf den Kontoauszug aus:

  • Zu Hause, günstiger Tarif: ca. 3,20 bis 3,28 €/100 km
  • Zu Hause, Standardtarif: ca. 3,87 bis 3,96 €/100 km
  • Öffentliche Ladesäule ohne Abo: ca. 6,20 bis 6,35 €/100 km
  • Autobahn-Schnellladen: ca. 8,93 bis 9,65 €/100 km

Selbst im teuersten Szenario bleibt der Spring damit günstiger als Tanken – anders als beim Durchschnitts-Elektroauto weiter oben. Ein Punkt, den man vor der Fahrt kennen sollte: Der CCS-Schnellladeanschluss ist beim Spring keine Serienausstattung. Er kostet 600 Euro als Einzeloption bei Essential und Expression, bei Extreme ist er im 650-Euro-Power-Paket enthalten (Quelle: Dacia Preisliste, Stand 16.04.2026). Wer ihn nicht bestellt hat, lädt ausschließlich per AC – für den Alltag reicht das meist, für spontane Fernfahrten sollte man es vorher wissen.

Dacia Spring electric 70: Stromverbrauch kombiniert (kWh/100 km): 12,7; CO2-Emission kombiniert (g/km): 0; CO2-Klasse: A.
Dacia Spring electric 100: Stromverbrauch kombiniert (kWh/100 km): 12,4; CO2-Emission kombiniert (g/km): 0; CO2-Klasse: A.

Wie senkst du deine Ladekosten?

Bevorzugt zu Hause laden

Der Preis pro kWh ist zu Hause deutlich niedriger als unterwegs – dieser eine Gewohnheitswechsel bringt die größte Ersparnis gegenüber einem Verbrenner. Dacia bietet dafür einen Installationsservice für eine Wallbox an, egal ob im Einfamilienhaus oder in der Eigentumswohnung (https://www.dacia.de/hybrid-und-elektromodelle/spring-stadtauto/aufladen.html).

Schnellladen nur für lange Strecken nutzen

Schnell- und Ultraschnellladestationen sind am teuersten und beanspruchen die Batterie stärker. Für die tägliche Fahrt lohnt sich langsameres Laden mehr, für die gelegentliche Fernfahrt ist der Aufpreis dagegen gut investiert.

Preise vor dem Laden prüfen

Ladepreise können sich, wie das Beispiel Ionity zeigt, kurzfristig ändern und je nach Standort variieren. Ein kurzer Blick in die jeweilige App vor dem Ladestopp lohnt sich fast immer.

Lade-Abo in Betracht ziehen

Ein Abo senkt häufig den Preis pro kWh außerhalb der eigenen vier Wände und vereinfacht die Bezahlung. Der Charge Pass hilft dabei, kompatible Ladesäulen schnell zu finden und sicher zu bezahlen https://www.dacia.de/ladeloesungen/charge-pass.html.

Wie maximierst du die Reichweite?

Vorausschauend und energiesparend fahren

Sanftes Beschleunigen, ein bewusster Umgang mit Heizung und Klimaanlage sowie die Nutzung der Rekuperation senken den Verbrauch spürbar und schonen gleichzeitig die Batterie.

Nicht immer bis 100 % laden

Je nach Bedarf reicht ein Ladestand zwischen 20 und 80 % meist aus und schont die Batterie – die letzten 20 % dauern zudem am längsten. Der Dacia Spring nutzt eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP); bei diesem Batterietyp wird empfohlen, etwa einmal im Monat vollständig auf 100 % zu laden, ansonsten reicht der Teilladezyklus (Quelle: Dacia technische Daten Spring).

Batterie vorkonditionieren

Wird die Batterietemperatur vor dem Ladevorgang optimiert, beschleunigt das den Ladeprozess – ein Vorteil, der sich besonders bei kaltem Wetter bemerkbar macht.

Reifendruck prüfen

Der vom Hersteller empfohlene Reifendruck ist nicht nur eine Sicherheitsfrage, sondern senkt auch den Energieverbrauch spürbar.

Ladestopps vorausplanen

Wer Ladestopps auf längeren Strecken vorab plant, muss sich seltener auf die nächstgelegene – oft teurere – Ladesäule verlassen. Die My Dacia App zeigt Standorte und Verfügbarkeiten von Ladesäulen entlang der Route.

Fazit: Was kostet das Laden unterm Strich?

In Deutschland kostet das Laden eines durchschnittlichen Elektroautos für 100 Kilometer zu Hause zwischen 4,51 und 5,46 Euro, an öffentlichen Ladesäulen rund 8,75 Euro und beim Schnellladen an der Autobahn zwischen 12,60 und 13,30 Euro – zum Vergleich: Ein vergleichbarer Benziner kostet etwa 11,25 Euro. Laden zu Hause spart also am meisten, während Autobahn-Schnellladen bei durchschnittlichem Verbrauch inzwischen teurer sein kann als Tanken. Besonders sparsame Modelle wie der Dacia Spring bleiben dagegen selbst beim teuersten Schnellladen noch günstiger. Mit ein paar bewussten Gewohnheiten – vor allem dem regelmäßigen Laden zu Hause – wird aus dem abendlichen Handgriff am Kabel am Ende ein spürbarer Unterschied auf dem Konto.

Häufig gestellte Fragen zum Laden des Dacia Spring

Wie viel kostet eine volle Ladung des Dacia Spring?

Bei einem 24,3-kWh-Akku und einem günstigen Heimtarif (ca. 25,8 Cent/kWh) kostet eine volle Ladung von 0 auf 100 % etwa 6,27 Euro. Bei einem durchschnittlichen Bestandskundentarif (ca. 31,2 Cent/kWh) sind es rund 7,58 Euro.

Ist Laden zu Hause immer günstiger als öffentliches Laden?

In der Regel ja. Laut ADAC bekommt man unterwegs selten Strom unter 50 Cent/kWh – deutlich mehr als ein günstiger Heimtarif. Nur mit einem passenden Lade-Abo lässt sich der Unterschied verringern.

Wie lange dauert eine volle Ladung des Dacia Spring?

An der Haushaltssteckdose dauert eine volle Ladung rund 13 Stunden und an einer Wallbox (3,7 kW) etwas mehr als 8 Stunden. Mit optionalem CCS-Anschluss sind 0–80 % an einer 40-kW-Schnellladesäule in rund 46 Minuten möglich (Quelle: dacia.de).

Hat der Dacia Spring serienmäßig einen CCS-Schnellladeanschluss?

Nein. Der CCS-Anschluss für DC-Schnellladung ist bei Essential und Expression eine Einzeloption für 600 Euro, bei Extreme im Power-Paket für 650 Euro enthalten (Quelle: Dacia Preisliste, Stand 16.04.2026).

Ist Schnellladen an der Autobahn immer teurer als Tanken?

Bei einem Elektroauto mit durchschnittlichem Verbrauch (rund 17,5 kWh/100 km) kann Schnellladen an der Autobahn seit der Ionity-Preisumstellung zum 1. Juli 2026 tatsächlich teurer sein als Tanken. Bei besonders sparsamen Modellen wie dem Dacia Spring bleibt es dagegen meist noch günstiger.

Was kostet der Dacia Spring in der Anschaffung?

Der Dacia Spring ist ab 16.900 € (UVP zzgl. Überführung) erhältlich (Essential, electric 70, Stand 16.04.2026).

Zahlen sind das eine, das eigene Fahrgefühl das andere: Wer den Dacia Spring lieber selbst erleben möchte, kann bei seinem Dacia Partner vor Ort unkompliziert eine Probefahrt vereinbaren – so lässt sich Reichweite, Ladeverhalten und Alltagstauglichkeit direkt vor Ort testen, bevor eine Kaufentscheidung ansteht. Terminvereinbarung und weitere Infos gibt es auf dacia.de.

1 Quelle: Neukundentarif: StromAuskunft.de, https://www.stromauskunft.de/strompreise/; Bestandskundentarif: Finanztip, https://www.finanztip.de/stromvergleich/strompreis/

2 ADAC: Elektroauto laden – Strompreise (adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/laden/elektroauto-ladesaeulen-strompreise/)

3 AUTO BILD: Kosten fürs öffentliche E-Auto-Laden (autobild.de/artikel/stromkosten-e-auto-oeffentlich-laden-19438557.html)

(Stand 08/2026, Irrtümer vorbehalten)

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