Vom 29. September bis zum 3. Oktober steht mit der Rallye du Maroc der vierte von fünf Läufen der FIA Rallye-Raid Weltmeisterschaft (W2RC) an. Die Dacia Sandriders führen dort alle drei Wertungen an – mit Sébastien Loeb und Nasser Al-Attiyah auf den ersten beiden Plätzen der Fahrerwertung, getrennt von nur drei Punkten. In Marokko hat das Team seit seiner ersten Teilnahme 2024 noch kein Rennen verloren.¹
Genau diese Serie gilt es jetzt fortzusetzen. Zuletzt gewann Sébastien Loeb in Marokko gemeinsam mit Édouard Boulanger, und die Meisterschaft entscheidet sich über die verbleibenden zwei Läufe.
Doppelspitze in der Fahrerwertung
Das Besondere an dieser Ausgangslage: Der engste Gegner sitzt in der eigenen Box. Nach drei von fünf Saisonläufen führt Sébastien Loeb die Fahrerwertung mit 114 Punkten an, Nasser Al-Attiyah folgt mit 111. Lucas Moraes liegt mit 57 Punkten auf Rang vier. Bei den Beifahrern zeigt sich dasselbe Bild: Édouard Boulanger mit 114 Punkten vor Fabian Lurquin mit 111, Dennis Zenz folgt mit 57 Zählern. Und in der Herstellerwertung stehen die Dacia Sandriders mit 315 Punkten an der Spitze.

Zusammengekommen sind diese Punkte auf drei sehr unterschiedlichen Wegen. In den Dünen Saudi-Arabiens gewannen Al-Attiyah und Lurquin im Januar die Rallye Dakar, Loeb und Boulanger wurden Vierte. Im März drehten Loeb und Boulanger das Verhältnis bei der Rallye-Raid Portugal um und siegten, während Moraes und Zenz auf Rang vier kamen. Und im Mai beim Desafío Ruta 40 in Argentinien landeten Al-Attiyah und Lurquin auf Platz drei, Loeb und Boulanger auf Platz vier.
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Wer in Agadir an den Start geht
Drei Dacia Sandrider stehen am 29. September in Agadir in der Startaufstellung. Die Nummer 299 trägt das Auto von Nasser Al-Attiyah und Fabian Lurquin – der Katarer hat die Rallye Dakar bereits sechsmal gewonnen. Im Fahrzeug mit der 219 sitzen die beiden Franzosen Sébastien Loeb und Édouard Boulanger. Und hinter der Nummer 223 steckt die Neuerung dieser Rallye: der Brasilianer Lucas Moraes und der Spanier Pablo Moreno, die zum ersten Mal gemeinsam antreten.
Wie bei allen Läufen der W2RC fahren die drei Dacia Sandrider mit Kraftstoff von Aramco und auf Reifen von BFGoodrich.

Neue Paarung im dritten Dacia Sandrider
Vor den letzten beiden Saisonläufen hat das Team seine Besatzungen angepasst. Pablo Moreno, bislang Beifahrer von Cristina Gutiérrez, sitzt in Marokko zum ersten Mal neben Lucas Moraes. Er übernimmt die Position von Dennis Zenz, der die Dacia Sandriders bis auf den aktuellen vierten Tabellenplatz begleitet hat.
Cristina Gutiérrez und das Team haben sich im Sommer einvernehmlich getrennt. Die Spanierin gehörte seit der Gründung der Dacia Sandriders im Jahr 2024 zum Fahreraufgebot.
Für Lucas Moraes ist Marokko ohnehin besonderer Boden: Dort gewann er in der vergangenen Saison den Titel in der FIA Rallye-Raid Weltmeisterschaft – noch vor seinem Wechsel zu den Dacia Sandriders.
Von der Atlantikküste ins Draa-Tal
Die Rallye du Maroc beginnt am 29. September in Agadir am Atlantik und endet fünf Tage später in Zagora im Draa-Tal. Dazwischen liegen 2.524 Kilometer quer durch den Süden Marokkos, von denen 1.575 auf Wertungsprüfungen gegen die Uhr entfallen. Die härteste wartet am vierten Tag nordöstlich von Zagora: 384 Kilometer am Stück.
Dass Erfahrung auf dieser Strecke nicht vor allem schützt, erlebte Sébastien Loeb im vergangenen Jahr selbst. Er gewann die Rallye – aber erst nach einem Schreckmoment kurz vor Schluss, als er in der Power Selective Section einen Wegpunkt verpasste. Am Ende gewann er nur knapp.
Stimmen vor dem Start
Teamchefin Tiphanie Isnard ordnet die Ausgangslage so ein: „Die Rallye du Maroc ist für die Dacia Sandriders etwas ganz Besonderes. Wir sind hier seit unserer ersten Teilnahme 2024 ungeschlagen, und genau diese Serie wollen wir fortsetzen. Vor allem aber müssen wir konzentriert und bescheiden bleiben. Wir kommen als Führende der Fahrer-, Beifahrer- und Herstellerwertung nach Marokko, und diese Positionen zu schützen, hat für uns oberste Priorität.“
Sébastien Loeb freut sich auf die Rückkehr ins Auto: „Es ist wirklich großartig, wieder im Dacia Sandrider zu sitzen und Rallye-Raid zu fahren. Wir führen die Meisterschaft mit drei Punkten an, entschieden ist damit natürlich noch nichts. Unser Ziel ist eine starke Rallye du Maroc.“ Der Franzose kennt die Strecke aus eigener Erfahrung: „Wir haben die Rallye im vergangenen Jahr mit Édouard gewonnen. Wir wissen also, dass wir in Marokko das Tempo haben, um konkurrenzfähig zu sein.“

Nasser Al-Attiyah hat den Rückstand im Blick: „Die Rallye du Maroc ist eine Veranstaltung, die ich mag und sehr gut kenne. Ich bin zuversichtlich, dass wir gut abschneiden und den Abstand auf Seb und Édouard in der Meisterschaft verkürzen können. Der dritte Platz in Argentinien war wichtig für die Punkte, aber wir haben noch Arbeit vor uns, wenn wir unsere Teamkollegen einholen wollen.“¹
Und Pablo Moreno blickt auf seinen ersten Einsatz an der Seite von Lucas Moraes: „Ich freue mich sehr darauf, zum ersten Mal gemeinsam mit Lucas anzutreten. Mit dem amtierenden Weltmeister zu arbeiten, ist ein Privileg. Die Rallye du Maroc ist für Lucas und mich die erste wichtige Gelegenheit, zusammenzuarbeiten, einander zu verstehen und unsere Partnerschaft im Dacia Sandrider aufzubauen.“¹
Nach Marokko folgt das Saisonfinale
Mit der Rallye du Maroc ist die Saison noch nicht entschieden: Den Abschluss der FIA Rallye-Raid Weltmeisterschaft bildet die Abu Dhabi Desert Challenge.¹ Und wie sich eine Fahrt in einem Dacia Sandrider anfühlt, liest du in unserem Beitrag zur Probefahrt im Dacia Sandrider.
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Häufige Fragen zur Rallye du Maroc 2026
Wann findet die Rallye du Maroc 2026 statt?
Vom 29. September bis zum 3. Oktober 2026. Start ist in Agadir, das Ziel liegt in Zagora.
Wer fährt für die Dacia Sandriders in Marokko?
Drei Besatzungen: Nasser Al-Attiyah und Fabian Lurquin (Startnummer 299), Sébastien Loeb und Édouard Boulanger (219) sowie Lucas Moraes und Pablo Moreno (223).
Wie steht es in der Rallye-Raid Weltmeisterschaft?
Nach drei von fünf Läufen führen die Dacia Sandriders die Herstellerwertung mit 315 Punkten an. In der Fahrerwertung liegt Sébastien Loeb mit 114 Punkten vorn, Nasser Al-Attiyah folgt mit 111 Punkten.
Wie lang ist die Strecke der Rallye du Maroc?
Insgesamt 2.524 Kilometer auf fünf Etappen, davon 1.575 Kilometer auf Wertungsprüfungen. Die längste Prüfung misst 384 Kilometer.
Was hat sich im Team verändert?
Pablo Moreno ist neuer Beifahrer von Lucas Moraes und übernimmt die Position von Dennis Zenz. Cristina Gutiérrez und die Dacia Sandriders haben sich im Sommer einvernehmlich getrennt.
¹ Quelle: Pressemeldung „Mission Morocco for the Dacia Sandriders“, The Dacia Sandriders, 24.09.2026: media.dacia.com
(Stand 09/2026, Irrtümer vorbehalten.)

