Vorsicht vor Wildwechsel: Das sollten Sie beachten

Der riesige Rehbock kommt wie aus dem Nichts. Plötzlich steht er da, mitten auf der Landstraße… und dann knallt’s. So oder so ähnlich geht es hierzulande im Schnitt alle zweieinhalb Minuten einem Autofahrer.1 Gerade im Herbst ist die Gefahr eines Wildunfalls besonders groß. Wir verraten Ihnen, wie Sie einer Kollision vorbeugen können und was Sie tun müssen, wenn es doch mal geknallt hat.

Für das Jahr 2016 weist die Statistik insgesamt 264.000 Kollisionen zwischen einem Auto und den sogenannten Paarhufern aus – also Reh, Wildschwein, Rot- und Damhirsch.2 Während der Herbstmonate steigt das Risiko, denn dann sind viele Tiere verstärkt auf Futter- sowie Partnersuche und daher besonders aktiv. Hinzu kommt: Nebel, Laub auf den Straßen und die früh einsetzende Dämmerung sorgen für schlechte Sichtverhältnisse und machen Autofahrern das Leben schwer. Was viele nicht wissen: Auch im März besteht noch  eine erhöhte Gefahr für Wildunfälle. Der Grund ist die Zeitumstellung: Viele Menschen fahren dann während der Dämmerung zum Arbeitsplatz bzw. in der Abenddämmerung nach Hause – also genau dann, wenn im Wald besonders reges Treiben herrscht.3

Gerade in diesen Monaten sollten Autofahrer daher äußerst aufmerksam unterwegs sein. Wildunfälle können grundsätzlich überall passieren, an besonders gefährdeten Stellen warnt das bekannte Wildwechsel-Straßenschild vor der Gefahr. Dieses sollten Autofahrer in jedem Fall ernst nehmen. Zur Verdeutlichung: Bei einer Kollision mit einem Wildschwein prallt das Tier bei einer Geschwindigkeit von 60 km/h mit der Wucht von 3,5 Tonnen auf das Fahrzeug.4

Nicht immer lässt sich eine Kollision vermeiden. Wer jedoch ein paar Grundregeln befolgt, kann das Risiko minimieren.

  • Die wichtigsten Schlüssel hierzu sind angepasste Geschwindigkeit sowie eine erhöhte Aufmerksamkeit. Nur so haben Sie eine Chance, vor einem plötzlich auftauchenden Tier rechtzeitig zum Stehen zu kommen. Denn schon bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h beträgt der Anhalteweg 88 Meter5 – bei laubbedeckter oder feuchter Straße fällt er naturgemäß sogar noch länger aus.
  • Beobachten Sie den Fahrbahnrand und achten Sie auf Bewegungen.
  • Wenn Sie ein Tier am Straßenrand oder auf der Fahrbahn entdecken, bremsen Sie Ihr Fahrzeug kontrolliert ab. Blenden Sie das Fernlicht ab und hupen Sie mehrfach. Wichtig: Häufig treten Wildtiere im Rudel auf. Achten Sie daher auch auf „Nachzügler“.

Wenn eine Kollision mit einem großen Wildtier unvermeidlich ist:

  • Halten Sie das Lenkrad fest und leiten Sie eine Vollbremsung ein. Wichtig: Weichen Sie niemals aus, denn dann droht die Gefahr, dass Sie im Gegenverkehr oder an einem Baum landen.
  • Bei Kleintieren wie Igel, Fuchs oder Hase sollten Sie keine Vollbremsung riskieren. Falls Sie dadurch einen Auffahrunfall mit dem hinter ihnen fahrenden Verkehrsteilnehmer verursachen, tragen Sie eine Mitschuld. Bei einem Ausweichmanöver verweigern die Kfz-Versicherungen häufig sogar die Übernahme des entstandenen Schadens. Dies gilt wohlgemerkt nicht für Motorradfahrer.4

Das sollten Sie nach einem Wildunfall beachten:6

  • Unfallstelle absichern: Schalten Sie den Warnblinker ein und stellen Sie in ausreichender Entfernung ein Warndreieck auf.
  • Kümmern Sie sich um eventuelle verletzte Personen und wählen Sie den Notruf (112).
  • Wenn es sich nicht um Kleintiere handelt, müssen Sie den Unfall der Polizei bzw. dem zuständigen Revierförster melden.
  • Wenn möglich, ziehen Sie das verwundete oder tote Tier an den Fahrbahnrand, um weitere Unfälle zu vermeiden. Achtung: Niemals ohne Handschuhe anfassen, es droht Infektionsgefahr (z.B. Tollwut)! Ein verletztes Tier könnte aber auch in Panik geraten und Sie gegebenenfalls verletzen. Wägen Sie also genau ab, ob Sie das Tier berühren.
  • Sie dürfen das Tier auf keinen Fall mitnehmen. Damit würden Sie sich der Wilderei schuldig machen.
  • Wenn möglich, machen Sie Fotos vom Unfallort. Dies kann für die Schadensregulierung nützlich sein.
  • Die Polizei bzw. der zuständige Förster stellen Ihnen eine sogenannte Wildschadenbescheinigung aus. Diese legen Sie Ihrer Kfz-Versicherung vor.

1 Quelle Wildunfälle reduzieren: www.jagdverband.de.
2 Quelle Wildunfälle – Gefahr: www.gdv.de.
3 Quelle Gefahr von Wildunfällen steigt mit Zeitumstellung: www.welt.de.
4 Quelle Verhalten bei Wildunfall: www.autobild.de.
5 Quelle Führerscheinprüfung: www.adac.de.
6 Quellen Wildunfall – was tun wenn es kracht: www.jaegermagazin.de und www.anwaltonline.com.

(Stand 10/2018, Irrtümer vorbehalten)

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Dacia Sandero, Logan MCV, Duster, Lodgy, Dokker und Dokker Express: Gesamtverbrauch kombiniert (l/100 km): 9,4-3,6; CO2-Emissionen kombiniert (g/km): 169-96.
Die angegebenen Werte wurden nach den vorgeschriebenen Messverfahren VO [EG] 715/2007 und § 2 Nrn. 5, 6, 6a Pkw-EnVKV in der gegenwärtig geltenden Fassung und ohne Zusatzausstattung ermittelt. Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch, den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und zum Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der bei allen Renault Partnern und bei der Deutsche Automobil Treuhand (DAT) unentgeltlich erhältlich ist. Der Leitfaden steht außerdem als Download zur Verfügung.

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